Auf eine erneute Anfrage, ob ich im Jahr 2027 Termine für Rollstuhltrainings frei hätte, folgte ein Gespräch, das zu dem Artikel »7 unglaubliche Fakten zum Rollstuhltraining und was Schuhe damit zu tun haben?« führte.
Die Geschichte des Rollstuhltrainings in den letzten drei Jahrzehnten!
Am heutigen Mittwoch gibt es ein völlig anderes »Kapitel – wegen MS«, doch nicht weniger wichtig. In Zusammenarbeit mit regionalen Kliniken, Physiotherapeuten und einem Reha-Team hat die Freie MS-Gruppe Limburg damals im Rahmen der MS-Selbsthilfe über fünfzehn kostenlose Rollstuhltrainings für Angehörige und Betroffene angeboten sowie umgesetzt. Ein Erfolg für alle beteiligten, im Gespräch entwickelte sich eine konkrete Anfrage ob ich dies nicht wieder beleben möchte?
Damals noch ausgestattet mit einem gültigen Übungsleiterschein (Jugendarbeit) und Mitgliedschaft in einem Sportverein inklusive eines Erste-Hilfe-Kurs (nicht älter als 2 Jahre) sowie einige Weiterbildungen direkt bei Namhaften Rollstuhlherstellern wie. OttoBock, Sopur und Meyra machten dies erst möglich. Die heutigen Vorgaben habe ich zum besseren Verständnis unten sehr ausführlich für Interessierte Mal aufgelistet.
7 unglaubliche Fakten zum Rollstuhltraining
Für den Erwerb eines Übungsleiterscheins im Rollstuhltraining in Deutschland ist heute der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und seine Landesverbände (z. B. BRSNW) die zentrale Anlaufstelle. Die Ausbildung ist meist modular aufgebaut und zielt darauf ab, Menschen mit Behinderung im Breitensport oder Rehabilitationssport anzuleiten. Abgesehen von alltäglichen Situationen im Rollstuhl!
Wichtige Ausbildungsmöglichkeiten und Schritte
- DRS-Ausbildung – Übungsleiter*in C Breitensport / Behindertensport (Block 100): Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband (DRS) bietet spezielle Lehrgänge an, die sich auf Rollstuhl-Mobilitätstraining, Rollstuhlsportarten und Didaktik konzentrieren.
- Grundlagenausbildung (Block 10/20): Als erster Schritt zur C-Lizenz wird oft ein Grundlehrgang (ca. 120 Lerneinheiten) absolviert, der allgemeines Wissen zum Behindertensport vermittelt.
- DOSB C-Lizenz (Breitensport): Diese Lizenz befähigt zum Leiten von Gruppen im Sportverein.
- B-Lizenz Rehabilitationssport: Um offiziell Rehasport-Kurse (inkl. Rollstuhlsport) anzuleiten und über Krankenkassen abzurechnen, ist meist diese Lizenz erforderlich.
Voraussetzungen für die Teilnahme
- Mitgliedschaft in einem Sportverein (Behindertensportverein).
- Erste-Hilfe-Kurs (nicht älter als 2 Jahre).
- Oftmals persönliches Eignungsgespräch oder ärztliches Attest.
- Erweitertes Führungszeugnis (oft bei Arbeit mit Minderjährigen).
Inhalte der Ausbildung
- Mobilitätstraining: Alltagstechniken im Rollstuhl (Bordsteine, Rampen, Stürze).
- Sportarten: Rollstuhlbasketball, Rollstuhlrugby, Tanz, Fitness.
- Theorie: Didaktik/Methodik, Biologie/Medizin, Trainingslehre.
Ansprechpartner für Lehrgänge sind der DRS(Deutscher Rollstuhl-Sportverband) oder der Landesbehindertensportverband eines Bundeslandes.
7 unglaubliche Fakten zum Rollstuhltraining und was Schuhe damit zutun haben?
Wer bis hierhin gelesen hat, kennt nun alle notwendigen Auflagen und Vorgaben im Jahr 2026. Als Privatperson war es mir bisher möglich, erfolgreich mit verschiedenen Partnern für Angehörige und Betroffene zusammenzuarbeiten und dies mehrfach und für jeden Teilnehmer völlig kostenfrei anzubieten. Leider kann ich dies nicht mehr tun. Rechtliche und versicherungstechnische Gründe sowie mein persönlicher Selbstschutz hindern mich daran.
Nur eine Organisation kann dies leisten. Als Kursleiter stehe ich nach wie vor zur Verfügung, sobald alle Fakten geklärt sind. Schließlich geht es mir darum, Menschen zu helfen, die im Alltag besser mit Hilfsmitteln zurechtkommen möchten – und um nichts anderes geht es dabei!
Bleibt das Thema Schuhe zu klären!
Bevor wir uns mit dem Zusammenhang zwischen Rollstuhltraining und Schuhen befassen, möchte ich mein Konzept des Rollstuhltrainings näher erläutern. Es ist wichtig, dass nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch ihre Angehörigen und Partner an solchen Trainings teilnehmen, die sich auf die Nutzung des Rollstuhls konzentrieren. Meine Frau Carmen hat in der Vergangenheit maßgeblich dazu beigetragen, dass viele Menschen durch ihr Vorgehen beeindruckt wurden und wertvolle Erkenntnisse für den Alltag mit auf den Weg genommen haben, um Stresssituationen mit ihren Angehörigen oder Partnern zu vermeiden. Ein Ziel, das sich über die Jahre bewährt hat!
Die Botschafter im Alltag
Im Kern vermitteln meine Kurse den Teilnehmern den Umgang mit dem Rollstuhl im Alltag, was auch für erfahrene Rollstuhlfahrer von entscheidender Bedeutung ist. Dabei werden schnell Unterschiede deutlich, die in verschiedenen Gruppen bearbeitet werden. Bevor man jedoch den Umgang mit dem Rollstuhl erlernt und sichert, steht die Freude im Vordergrund. Das Bild, das jeder Rollstuhlfahrer in der Gesellschaft vermittelt, ist entscheidend für ein positiveres Miteinander. Wir sind im Rollstuhl Botschafter der besonderen Art, denn wir tragen die Kernbotschaft im Alltag mit uns mit.

Bevor dieser Artikel zu sehr in die Tiefe geht, ist es wichtig, das Thema Schuhe zu klären. Einige Teilnehmer beider Geschlechter waren der Meinung, dass man Rollstuhlfahren auch barfuß kann. Davon kann ich jedoch aus mehreren Gründen nur abraten – selbst im Schwimmbad würde ich dies nicht tun. Wer einmal selbst über die Füße gefahren ist, kann nachvollziehen, worum es dabei geht.
Meine Planungen und Strategie sind klar. Mit Partnern oder Organisationen kann ich Kurse anbieten, und wir könnten gemeinsam Freude am Rollstuhlfahren finden und voneinander lernen. Wichtig ist jedoch, dass meine Kraft und Zeit begrenzt sind. Daher konzentriere ich mich jedes Jahr auf einige wenige Termine und Kurse.
Bis bald!






0 Kommentare