Das Thema »Gute Besserung« hatte kürzlich Caro (Frauenpowertrotzms) auf Instagram aufgegriffen. Ich schaute mir das Posting in Ruhe an und kam ins Krübeln. Mehr noch, das Kopfkino inklusive Fragen machte sich breit. Was steckte hinter dem Beitrag sowie der Botschaft? Was ändert sich für MSler dadurch? Fragen über Fragen!
Kapitel – wegen MS
Damit herzlich willkommen zu meinem heutigen »Kapitel – wegen MS« und der Betrachtung und meiner Perspektive sowie Einschätzung. Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang miteinander sind mir wichtig. Hass und Negativität hingegen nicht. Daher würde ich mich mit diesem Thema nicht identifizieren, da Caro für mich eine aktive Person ist und vielen Hilft.
Die Botschaft von Gute Besserung
Die damit verbundene Botschaft von »Gute Besserung« ist für chronische Erkrankungen wie MS (Multiple Sklerose) mehr als nur schwierig. Persönlich wende ich maximal ein »Alles Gute« an. Die Community auf Instagram kennt solche Beiträge, mir bringen sie leider keinen Benefit oder gar Mehrwert. In persönlichen Gesprächen innerhalb der Selbsthilfe schließen sich, zu meiner Überraschung, viele chronisch Kranke an.
Die Diskussion um Reichweite und das Belohnen von strittigen Themen und Antworten hilft nur einem: Instagram. Selten den chronisch kranken Menschen, um die es prinzipiell gehen sollte!
Caro, ist wirklich aktiv und engagiert sich für die MS-Community. Doch auch für sie gilt die Kernproblematik von Instagram, ungünstigerweise. Schaut euch gerne ihre beeindruckende Arbeit auf ihren Kanälen an, kreativ und bunt und selbst an MS erkrankt.

Jeder trifft seine Entscheidungen, wie und wo man zu Erkrankungen aufklären und informieren möchte. Soweit, so gut? Der nächste Klick, der kommende Beitrag, eine mögliche kreative Lösung oder Idee treibt Menschen an. Nach meinem 40-tägigen Instagram-Detox merke ich für mich, was mich immer weniger anspricht, genauer gesagt helfen könnte, und notiere es in meinem Notizbuch, damit es aus meinem Kopf verschwinden kann.
Da eines unumstritten ist. Mit MS (Multiple Sklerose) zu leben, ist auch immer ein Balanceakt zwischen Wollen und Können. Wie gerne würden viele von uns wollen.🎗️
Eine positive Abschiedsformel
Die Verabschiedung eines chronisch kranken Menschen erfordert Fingerspitzengefühl. Das übliche „Gute Besserung“ kann deplatziert wirken oder sogar verletzend sein, da eine schnelle Genesung unwahrscheinlich ist. Hast du einige Vorschläge für einen wertschätzenden und authentischen Abschied?
Ein kleiner Tipp aus der persönlichen Community sowie Umfeld: Wenn du unsicher bist, ist Ehrlichkeit oft der beste Weg. Ein Satz wie: »Ich weiß gar nicht genau, was ich sagen soll, außer dass ich froh bin, dass wir uns gesehen haben«, ist tausendmal mehr wert als eine abgedroschene Floskel. Das sind meine Gedanken, Meinungen und Haltung zu »Gute Besserung« gerade auf Instagram.
Kurz vor Schluss möchte ich dich um dein Feedback bitten. Deine Meinung ist mir wichtig, um mich weiterzuentwickeln. Wenn du denkst, dass der heutige Artikel aus der Reihe „unnützes Halbwissen“ stammt, lass es mich bitte in den Kommentaren wissen. Was hat dir gefehlt? Andersherum: Hast du dich gut unterhalten gefühlt? Glaubst, der Blog hatte einen gewissen Mehrwert für dich? Wenn du mir dein Feedback mitteilst, sehen andere Leserinnen und Leser, einschließlich mir als Schreiber, deine Meinung. Da Applaus der Lohn für alle Kreativen ist, die sich Mühe geben, dich kostenlos mit solchem Content zu versorgen, wäre dein Feedback mehr als wertvoll.
Bis bald!






Lieber Frank,
ein gelungener Artikel. Ich mag deine Denkweise bzw hinterfragen, eine eigene Meinung bilden.
Jeder hat eine andere Art aufzuklären. Der Kontakt und Austausch hinter den Kulissen bedeutet mir sehr viel und ist mir wichtig. Ich freue mich über ein Like und einen Follower aber nicht auf biegen und brechen. Deswegen wachse ich so langsam. Aber mein Blog ist und wird immer an erster Stelle stehen. Und ich weiß, dein Blog hier und auch die Artikel schreiben bedeuten dir auch viel. Danke fürs Erwähnen und deine Sichtweise.
Liebe Grüße Caro
Hallo Frank, zur Zeit komme ich nicht mehr auf mein Profil bei Instagram. Da mir meine persönliche Zeit zu wertvoll ist, habe ich mich entschlossen nur noch auf Facebook zu bleiben.
Zum Thema “ gute Besserung “ folgendes. Menschen, denen mann begegnet sind sowieso meist schon verunsichert. Wie sollen sie sich auch mit einer Krankheit auskennen, die wir selber nicht voll umfänglich kennen? ich habe mir angewöhnt, nicht so empfindlich zu sein. “ Gute Besserung “ oberflächlich gesagt, ignoriere ich. Ist es gut gemeint, erkenne ich es an. So einfach ist das für mich. Liebe Grüße und komm gut durch die warmen Tage! Angelika