Blogartikel

Mein Wort mit?

Mein Wort mit?

Mein Wort mit?

von MSPowerPur | 2. März 2026 | Gesundheit | 0 Kommentare

Der Auftaktartikel der neuen Artikelserie »Mein Wort mit?« erschien am 19. Januar 2026.  Im Laufe des Jahres begleiten wir unsere Leserinnen und Leser durch das Alphabet und geben dabei Einblicke in meinen Alltag und mein Leben mit Multipler Sklerose. Wer den Auftaktartikel noch einmal lesen möchte, findet ihn hier.

Mein Wort mit?
Mein Wort mit?

Das ganze Jahr über, ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, dreht sich in «Mein Wort mit?» alles um meinen Alltag und mein Leben mit MS. Jeder Artikel beleuchtet meine Erfahrungen mit der Erkrankung Multiple Sklerose im Detail.

Der Buchstabe Z steht für Zuversicht

Nach dem Buchstaben «B« im Auftaktartikel widmen wir uns heute dem Buchstaben «Z« wie Zuversicht. Es ist absolut verständlich, dass eine MS-Diagnose erst einmal wie ein Schlag in die Magengrube wirkt. Das Wort „unheilbar“ steht oft so massiv im Raum, dass man den Blick für alles andere verliert. Was mir nach drei Jahrzehnten nicht unbekannt wäre. Aber hier ist die gute Nachricht (und das ist kein Zweckoptimismus, sondern der aktuelle Stand der Medizin und meiner Erfahrung zu meinem Verlauf): Es gab noch nie eine bessere Zeit, um mit MS zu leben als heute. Hier sind einige handfeste Gründe, warum Zuversicht nicht nur erlaubt, sondern absolut berechtigt ist!

Die therapeutische Revolution

Die Forschung hat in den letzten 10 bis 15 Jahren Quantensprünge gemacht. Eine Vielfalt an Therapien stehen dir zur Verfügung. Früher gab es kaum Optionen. Heute gibt es über 15 verschiedene Wirkstoffe, die individuell auf deinen Verlauf (schubförmig oder progredient) zugeschnitten werden können.

Wissen ist Macht

Wir haben heute ein viel besseres Verständnis der Faktoren, die den Verlauf der Krankheit beeinflussen. Du bist der Krankheit nicht ausgeliefert. Zahlreiche Angebote stehen dir zur Verfügung und stärken dein Selbstvertrauen im Alltag und Leben mit MS.

  • Lifestyle-Faktoren: Wir wissen heute, wie wichtig Vitamin D, eine antientzündliche Ernährung (wenig tierische Fette, viel Omega-3) und regelmäßige Bewegung sind.
  • Neuroplastizität: Das Gehirn ist erstaunlich wandlungsfähig. Durch gezieltes Training und Physiotherapie kann das Nervensystem oft Wege finden, kleine Schäden zu umgehen.

MS bedeutet nicht automatisch Rollstuhl

Das ist das hartnäckigste Klischee, das oft nicht mehr der Realität entspricht. Dank früher Diagnose und direktem Therapiebeginn führen die allermeisten Betroffenen über Jahrzehnte ein völlig mobiles, eigenständiges Leben. Viele Menschen in deinem Umfeld haben wahrscheinlich MS, ohne dass du es ihnen jemals ansehen würdest. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass mein Rollstuhl ein unverzichtbares Hilfsmittel ist, das mir Mobilität und Teilhabe ermöglicht.

Die Community und Forschung

Du bist nicht allein. Die MS-Community ist weltweit vernetzt, lautstark und äußerst gut organisiert. Die Pipeline an neuen Medikamenten, wie beispielsweise BTK-Inhibitoren, die möglicherweise direkt im Gehirn wirken könnten, ist gut gefüllt. Darüber hinaus wird intensiv an der Remyelinisierung geforscht – der Reparatur der beschädigten Nervenschutzschichten. Für mich persönlich, mit 66 Jahren und weiteren Erkrankungen, die meist orthopädischer Natur sind, wie Arthrose und Osteoporose, kommt dies jedoch etwas spät, so mein Gedanke.

Ein kleiner Anker für den Kopf

MS ist eine chronische Erkrankung, ja. Aber sie ist heute in vielen Fällen eher wie ein „blinder Passagier“: Er ist da, er nervt manchmal, aber er bestimmt nicht mehr zwangsläufig, wohin die Reise geht. Es ist völlig okay, schlechte Tage zu haben. Aber verliere nicht aus den Augen, dass dein Körper und die Medizin heute Verbündete sind, die früher so nicht existierten.

Bis bald!

Frank, alias MS.Powerman

0 Kommentare

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Schon gelesen?