Wie sieht es bei euch aus? Wie schafft ihr euch kleine Oasen der Ruhe, wenn der Alltag mal wieder zum modernen Siebenkampf droht – nachfolgend meine Sichtweise, inklusive Vorgehen. Der Artikel mit dem Schlagwort: "Mein Wort mit?» könnte viel Freude bringen und deshalb geht’s jetzt direkt los.
Der moderne Siebenkampf
Es ist Samstag, und ich bin erst vor wenigen Augenblicken an meinem Schreibtisch angekommen. Ich bin noch völlig erschöpft von der Bewegungstherapie und der Tour durchs Bad. Letzteres raubt mir immer meine letzte Kraft und leert meinen ohnehin schon kleinen Akku in einem Tempo, das ich neidisch beobachte.
Der Grund für diesen Artikel ist eine Frage gewesen, die mir vor kurzem auf Instagram gestellt wurde: «Wie entstehen deine Artikel und Beiträge?»
Wie meine Texte trotz MS entstehen?
In den letzten Tagen hatte ich das Gefühl, dass mein Alltag und Leben mit MS einer Woche entspricht, in der ich Gefühlt einen modernen Siebenkampf bestreite. Immer wieder wie im Training zu jeder einzelnen Disziplin. Sportlich war ich einmal, die Bewegung ist ein Freund in meinem Alltag und erhält mich auf eine gewisse Art und Weise. Doch die Antwort auf eure Frage beginnt genau hier, an diesem Schreibtisch.

Moderne Siebenkampf & Das Gedankenkarussell
Das königliche Notizbuch ist geöffnet, ebenfalls mein Schreibprogramm und zur Sicherheit ein Texteditor zur Stichwortablage zur benötigten Recherche. Das ist beim Schreiben am Schreibtisch Standard – hier stimmt die Armauflage, alles ist an seinem Platz und eröffnet kurze Greifwege.
Das Wochenende verspricht Entspannung, doch die täglichen Herausforderungen meiner MS machen es mir schwer, diese voll auszukosten. Urlaub wäre zwar schön, aber bei vielen Erkrankungen nicht immer möglich. Stattdessen versuche ich, mir kleine Oasen der Ruhe zu schaffen und mich achtsam darin zu bewegen. Hier war meine Lernkurve steil, dies dürft ihr mir ruhig glauben. Mein Gedankenkarussell hat gegenüber dem Kopfkino den Vorteil, dass es Bewegung bringt. So kann mein Akku die Power wieder aufladen und für später speichern. Okay, jetzt wurde es etwas blumig in meiner Sprachauswahl. Stammleser kennen das, er ist und kann seinen Humor selten länger geheimhalten.
Wer Popcorn mag, sollte sich übrigens für das Kopfkino entscheiden. 🍿

Verkehrssystem mit hohem Mobilitätsaufkommen
Stellt euch vor, mein Kopf ist wie ein gut organisiertes Verkehrssystem mit hohem Mobilitätsaufkommen. Diese Struktur und Ordnung sind die Grundlage für die Texte, die ihr lest. Das Mikrofon leuchtet in meinem Blickfeld hell, sagen wir Kaltweiß. Wenn es aus wäre in einem kraftvollen Rot – so, dass ich es mit einem Tipp schnell einschalten könnte, wenn ich es zum Diktieren benötigen würde. Diesen Absatz habe ich übrigens auf der Tastatur getippt, nicht, dass sich meine Hände inklusive Finger daran gewöhnen würden, noch weniger zu tun.
Ergotherapie inklusive Mikrofon
Meine Art der Ergotherapie, die Kombination macht’s in meinem Alltag mit MS. Der Frank darf grundsätzlich alles probieren nur eben nicht übertreiben – dies war selten gut, so eigene Erfahrung. Bei angenehmen Temperaturen sitze ich oft mit weit geöffneter Balkontür am Schreibtisch und kann so schnell einen Blick nach draußen werfen, um meine Gedanken zu ordnen. Anschließend tippe ich sie oder diktiere sie, falls nötig. Ein bewährtes Vorgehen, das ich mag, denn so entstehen meine Artikel, Beiträge und das persönliche Gedankenkarussell verlangsamt die Fahrt und die Geschwindigkeit nimmt ab – so kommt der Frank besser zur Ruhe und kann sich anderen Dingen hingeben.
Selbstbestimmte Mobilität und der digitale Rückzug
Selbstbestimmte Mobilität ist ein Konzept, das mich immer wieder beschäftigt. Wenn meine Gedanken abschweifen, mache ich eine kurze Pause und wechsle an meinen alternativen Schreibort, also den mobilen. Mit etwas Glück kehrt die Inspiration zurück und ich kann im Sinne meiner Leserinnen und Leser die Pause sinnvoll nutzen, indem ich mindestens einen der Kaffees wegbringe. So kann ich mit deutlich weniger Druck weiterschreiben.

Social Media am Wochenende
Interessant in diesem Zusammenhang sind weitere Fragen aus Social-Media. Mein Nutzungsverhalten hätte sich deutlich verändert, was verschiedene Gründe hat. Am Wochenende gehört Instagram nicht zu meinen Favoriten. Der Anteil an KI-generiertem Content und ähnlichem ist einfach nicht meine Welt – nicht am Wochenende. Auf X hingegen finde ich eine kleine Gruppe von Menschen, mit denen ich einen kurzen Austausch pflege – dafür war Twitter, wie es früher hieß, auch gedacht. Was bleibt, sind noch Facebook und ein Forum für Blogger. Leider wurde ein MS-Forum geschlossen, da die Arbeit inklusive Kosten verständlicherweise nicht mehr gestemmt werden konnten.

Der Schreibtisch-Siebenkampf endet gleich!
Umso wichtiger sind mir die direkten Wege zu euch geworden. Schreibt mir also gerne: Wie sieht eure persönliche Oase aus, wenn der Alltag mal wieder zum Siebenkampf wird? Jetzt kennt ihr meinen Schreibtisch-Siebenkampf. Aber wie ist das bei euch: Schreibt, lest oder arbeitet ihr auch am liebsten an einem festen Stammplatz, oder braucht ihr den Tapetenwechsel? Damit Endet für heute "Mein Wort mit?" Hinterlasst mir gerne einen Kommentar und danke für deine Zeit!






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