Willkommen zu unserer Wochenendausgabe am Freitag, den 16. Januar! Wir freuen uns, euch hier auf MSBlogPlus begrüßen zu dürfen. In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Ereignisse, die Gesprächsthemen der Woche, die bleibenden Eindrücke und natürlich die Geschehnisse der Woche. Schaut vorbei und seht, was sonst noch so los war. Und denkt daran: Wir sind nicht Opfer unserer Umstände, sondern die Architekten unseres Alltags und Lebens. Viel Spaß beim Lesen!
Gut, das Einfache zuerst!
Na, schon ist der halbe Januar rum? Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, oder? Wir sind ja erst vor Kurzem ins neue Jahr 2026 gestartet und schon ist die Hälfte des ersten Monats vorbei. Zeit, die schönen Dinge des Lebens zu genießen und das Beste aus jedem Tag zu machen!
Plaudern zum Wochenausklang
Wettertechnisch ist es eher durchwachsen, wobei der Winter je nach Region und Vorhaben unterschiedlich ausfällt. Schneefall ja, aber kein Chaos auf den Straßen. Spastiken, steife Beine, Schmerzen und Co. manchmal die Folge. Kälte kann bei MS und anderen chronischen Erkrankungen genauso zusetzen wie Hitze. Der Winter ist für viele chronisch Kranke kein Zauber, sondern Herausforderung, ähnlich des Sommers. Ein mehr an Verständnis täte allen gut, gerade für die unzähligen Angehörigen.
Wichtige Hilfsmittelinformation und eventuelle Sicherheitslücke?
Komfort- und Premiumfunktionen des M25 – 39C3: Rollstuhl-Security – Wenn ein QR-Code alle Schutzmechanismen aushebelt. Eine IT-Sicherheitsforscherin deckt auf, wie der QR-Code eines Zusatzantrieb für den Rollstuhl zum Generalschlüssel für alle Komfortfunktionen wird. Weiter im externen Artikel auf Heise.de.

Das königliche Wochenstenogramm
Das königliche Wochenstenogramm darf natürlich nicht fehlen, die Top fünf haben wir unten aufgelistet und im Absatz «Das war’s – meine Woche« ergänzt.
- Top 1: Familienzeit & Kommunalpolitik
- Top 2: Planung & Termine
- Top 3: Fußpflege & Medizinisches
- Top 4: Sport mit MS
- Top 5: Assistenz & Sozialberatung (EUTB)
Bilder der Woche





Wohin mit mir und meinen Problemen?
Dunkelheit ist für mich in letzter Zeit zu einem Zufluchtsort geworden. Als hochsensibler Mensch, der am Rande einer Depression steht, habe ich meine Bedürfnisse nicht angepasst. Meine Behinderung und die unterschiedlichen MS-Symptome haben mich völlig aus dem Gleichgewicht gebracht. Kein Wunder, fehlende Hilfsmittel und Mobilität lassen mich als Mensch im Alltag außen vor. Was das Hilfsmittel 8Rollstuhl) betrifft, gibt es endlich positive Neuigkeiten: Meine Krankenkasse hat die Genehmigung für meinen Rollstuhl (NANO X von Meyra) erteilt.
Ständig über die eigenen Kräfte ziehen nur um schrittzuhalten wird auf Dauer nicht möglich sein. Geredet habe ich zu oft, ungehört blieb ich zurück. Bekannt als offener Mensch ist es an der Zeit weniger zu reden, denn dazu fehlt die Kraft. Selbst die so wichtigen Therapien bleiben mir verwehrt oder sind nicht mehr erreichbar für mich. Das Gespräch zu suchen war wohl rückblickend erfolglos. Zu schreiben wohl die einzige Art für mich damit umzugehen? Andere gehen in Urlaub, freuen sich auf die Festtage sowie den Jahreswechsel, Entspannung für mich Fehlanzeigen. Farben erscheinen mir lebendiger, Geräusche dröhnen lauter und Gerüche überfluten meine Sinne. Emotionen treffen mich mit voller Wucht, da mir nur wenige Filter zur Verfügung stehen, um diese Sinneseindrücke zu verarbeiten. Diese Erfahrung ist sowohl unglaublich schön als auch unglaublich anstrengend.
Gern geschrieben!
Kopfhörer an – Welt aus? Moderne Kopfhörer sind echt praktisch, um sich mal kurz eine Auszeit zu gönnen, egal wo man gerade ist. Mit Kopfhörern oder Noise-Cancelling-Kopfhörern kann man sich super von der Außenwelt abschotten und sich ganz auf die Musik konzentrieren.
Kopfhörer auf – und die Welt um einen herum wird ruhiger? Hochsensibel zu sein heißt, dass man Reize aus der Umwelt intensiver wahrnimmt und tiefer verarbeitet. Das kann sich durch mehr Empathie, mehr Kreativität und eine feine Wahrnehmung von Details zeigen. Aber manchmal kann es auch bedeuten, dass man schneller müde wird, wenn man zu viele Eindrücke wie Lärm oder grelles Licht bekommt. Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern einfach eine Persönlichkeitseigenschaft, die etwa 20 % der Menschen betrifft. Leicht reizbar zu sein bedeutet, dass man schnell genervt oder aufgebracht ist und auf Kleinigkeiten empfindlich reagiert.
Leicht reizbare Menschen werden manchmal umgangssprachlich als Choleriker oder Hitzköpfe bezeichnet. In der Psychologie kann das verschiedene Gründe haben, zum Beispiel eine niedrige Frustrationstoleranz, emotionale Überforderung, Schwierigkeiten, Impulse zu kontrollieren, oder eine psychische Veranlagung wie zum Beispiel eine Persönlichkeitsstörung.

Bei Multipler Sklerose (MS) kann es manchmal vorkommen, dass das Gehirn durch kognitive Herausforderungen und Fatigue (chronische Erschöpfung) etwas überfordert ist. Das bedeutet, dass es zu viele Informationen auf einmal verarbeiten muss, was zu einem Gefühl der Überforderung, Angst oder Verwirrung führen kann. Aber keine Sorge, es gibt Wege, damit umzugehen! Mit ein bisschen strategischer Planung, regelmäßigen Pausen, Rückzugsmöglichkeiten und Stressreduktion kann man Reizüberflutungen gut meistern.
Reizüberflutung durch Umwelteinflüsse ist ein Zustand, in dem das Gehirn durch zu viele gleichzeitige Reize (Licht, Lärm, Gerüche, soziale Interaktionen) etwas durcheinanderkommt. Das kann zu Stress, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten und sogar körperlichen Symptomen wie Herzrasen führen. Besonders hochsensible Menschen, die Reize intensiver wahrnehmen, können davon betroffen sein, aber auch jeder andere kann mal in eine solche Situation geraten, wenn die Umgebung zu intensiv wird (z.B. im Supermarkt oder auf belebten Straßen).
Um dem entgegenzuwirken, können bewusste Rückzugsorte, Stressbewältigungstechniken wie Achtsamkeit, Zeit in der Natur und das Erlernen, Reize aktiv zu filtern, sehr hilfreich sein. So kann man das innere Gleichgewicht wiederherstellen und sich wohler fühlen. Bis hin zur Misophonie, einer Geräusch-Überempfindlichkeit, die du im „Kapitel – wegen MS“ genauer nachlesen kannst.
Das war’s – meine Woche
Am Samstag habe ich mich intensiv mit der Kommunalpolitik auseinandergesetzt und an einem Workshop zur Kommunalwahl teilgenommen. Dort haben wir Bilder, Videos und die Themen besprochen und in Teilen umgesetzt, die wir als Freie Demokraten vertreten.

Der Termin bei der EUTB zur Assistenz- und Sozialberatung diente der Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Kostenträger. Dabei wurden alle relevanten Daten und Fakten für die Umstellung meiner Assistenz, Stundenanzahl und Mobilität zusammengetragen. Wie sagt man so schön: Vorbereitung ist das halbe Leben, besonders in Deutschland mit seiner Bürokratie. Auch sportlich geht es nur langsam voran. Es gibt einiges aufzuholen und zu schaffen, was oft nicht einfach ist.

Die Aktion Dreikönigssingen (Sternsinger) ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Auch 2026 haben wir unsere Spende den Kindern in der Limburger Alltag übergeben und den Jahressegen in Form eines Aufklebers mit den Buchstaben C*M*B für unsere Wohnungstür erhalten. Diese Buchstaben stehen für „Christus Mansionem Benedicat“, was „Christus segne dieses Haus“ bedeutet. Meine Frau Carmen und ich sind uns einig, dass dies ein gutes und schönes Gefühl ist.

Wie würdest du deine Woche bewerten?
Diese Woche bewerten wir mit dem Emoji 👟 (Sportschuh) der Dynamik und Aktivität verkörpert all dies für die vergangenen sieben Tage. Dynamische Acht 👟 sind es dann geworden, doch wie schaut es bei dir aus?
War noch was?
Jeden Freitag sowie Sonntag posten wir auf Instagram ein begleitendes Posting zur Wochenendausgabe und zur Episode von Tag 7. Da bleibt nur noch die Frage: Und was machst du am Wochenende? Ich muss jetzt los, denn meine Woche beginnt am heutigen Freitag, und es gibt noch einiges zu planen, da Montag und Dienstag besonders ereignisreich werden. Somit allen ein schönes Wochenende.
Bis bald!




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