Was war in den letzten sieben Tagen von Gesprächswert, welche Ereignisse haben sich zugetragen und welche Herausforderungen begegnen Menschen wie mir im Alltag mit MS? Gefolgt von den Aufgaben die mir auferlegt wurden und wie konnte ich die meistern? Jede Woche erhält jede Episode kurz vor dem Ende eine subjektive Bewertung anhand eines ausgewählten Emojis. Damit ist es wie in jeder Wochenendausgabe ein buntes Potpourri. Die Wochenendausgabe 538 ist so pünktlich zum Karfreitag veröffentlicht, damit unsere Leserinnen und Leser ausreichend Zeit haben, die aktuelle Episode in Ruhe zu lesen.
Worum geht es in dieser Episode?
Die Nachrichtenlage ist geprägt von einer Reihe von aufregenden und beunruhigenden Ereignissen. Krisen und Kriege halten die Welt in Atem und sorgen für eine angespannte Stimmung. Gleichzeitig erleben wir einen rasanten Wandel in der Welt der Technik, angetrieben von KI und anderen fortschrittlichen Technologien. Einzig der Mensch rückt immer weiter in den Hintergrund. Der Fokus wird hier neu justiert und die Leserinnen und Leser finden ein wechselhaftes Angebot in jeder Episode der Wochenendausgabe. Um die Frage zu beantworten: Worum geht es in dieser Episode? Einfach ausgedrückt: Um uns und die vergangenen sieben Tage, inklusive Ostern. Nur muss man hier keine Ostereier suchen!
Plaudern zum Wochenausklang
Schon wieder Freitag? Es kommt mir vor, als wäre die letzte Episode der Wochenendausgabe erst gestern erschienen. Vielleicht lag es ja an meinem entspannten und ruhigen Start in die Woche letzten Freitag, dass die Zeit so schnell vergangen ist. Wer weiß das schon?
Wochenendausgabe 538
Die Wochenendausgabe 538 wurde am Karfreitag online gestellt, damit unsere Leser über Ostern Zeit haben, den Artikel in Ruhe zu lesen und sich eingehend mit den Themen auseinanderzusetzen. Übrigens: Der einzige Artikel im Blog, während der gesamten Woche inklusive am 1. April, war Contentfrei. Zum ersten April kommen wir gleich noch einmal zurück – unter »Gut, das Einfache zuerst«!
Gut, das Einfache zuerst!
April, April – Für den witzigen Menschen ist der 1. April wohl der schönste inoffizielle Feiertag des Jahres. Viele Menschen lieben Aprilscherze. Ich persönlich finde sie nur bedingt lustig, aber wie stehst du dazu? Zum Glück haben wir das für dieses Kalenderjahr bereits hinter uns. Gerade in diesen Zeiten produziert die Welt Schlagzeilen da passen Aprilscherze für mich nicht dazu.
Der Indoor Rollstuhl?
Mein neuer Rollstuhl, der Nano X, ist faltbar und soll meine Mobilität deutlich verbessern. Die Kostenzusage der gesetzlichen Krankenkasse liegt zwar bereits seit Dezember 2025 vor, aber die Lieferung erfolgte erst Anfang März mit erheblicher Verspätung. Leider kann ich den Rollstuhl derzeit nur innerhalb der Wohnung nutzen, da die notwendigen Anpassungen noch nicht abgeschlossen sind. Die benötigten Teile sind zwar bestellt, aber bis sie eintreffen, bleibt der Nano X draußen unbrauchbar. Diese Situation hat auch Auswirkungen auf meine Zukunftspläne, da Termine und Vorhaben verschoben werden mussten.

Das sorgt natürlich für wenig Freude, gerade innerhalb der Familie. Ich werde dies zukünftig im Blog weiter dokumentieren, da es spannend bleibt, alle, die auf meine Erfahrungsberichte gewartet haben, auf dem Laufenden zu halten. Es dauert länger als geplant und angenommen. Im Bad macht der Neue schon eine gute Figur, denn an den Beckenrand (Hallo Bad Ems) soll er so schnell wie möglich!
Jede nicht gebaute Stufe wäre eine gute Stufe
Barrierefreiheit, oftmals würde ich mit einem stufenlosen Zugang auch klarkommen. Und dann denke ich so bei mir: »Gestern war ein guter Tag für Barrierefreiheit, heute wäre es aber auch okay.« Eine Zukunft ohne Alltagshindernisse würde Mobilitätseingeschränkten echte Teilhabe ermöglichen und dir ermöglichen, mich jederzeit und überall zu treffen. Mein Motto gilt deshalb auch weiterhin: »Jede nicht gebaute Stufe wäre eine gute Stufe.« Wenn wir etwas zusammen essen und trinken, wirst wohl nur du auf die Toilette kommen. Denk beim nächsten Mal, wenn du eine öffentliche Toilette benutzt, mal darüber nach. Es könnte so einfach sein, und es sind eben keine Nebengeräusche, sondern ein Alltag und Leben im Abseits.
Abholstationen bieten eine bequeme Alternative zur Lieferung nach Hause, insbesondere für Menschen, die viel unterwegs sind. Doch trotz ihrer vermeintlichen Flexibilität stellen sie für viele eine echte Herausforderung dar. Die Kritikpunkte sind berechtigt und oft übersehen. Die größten Hürden sind?
- Greifhöhe: Viele Fächer sind zu hoch oder zu niedrig angebracht, was sie für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität unzugänglich macht.
- Display-Erhöhung & Bedienung: Die Touchscreens sind oft zu hoch platziert, spiegeln bei Sonneneinstrahlung stark und lassen sich bei motorischen Einschränkungen nur schwer bedienen.
- Standort-Zugang: Viele Stationen befinden sich an ungünstigen Orten, wie z.B. auf Bordsteinkanten, in kiesigen Einfahrten oder hinter schweren Türen, was den Zugang mit Rollstuhl oder Rollator erschwert.
- Fehlende Assistenz: Da die Stationen personalfrei sind, gibt es niemanden vor Ort, der bei Problemen helfen kann, z.B. wenn ein Paket im obersten Fach klemmt.
- Einige Anbieter haben die Probleme erkannt und arbeiten an Lösungen, aber die Umsetzung ist noch nicht flächendeckend.
- Präferenzen in der App: Bei manchen Zustellern (wie der DHL) kann man in den App-Einstellungen hinterlegen, dass Pakete nur in unteren Fächern (ca. zwischen 70 cm und 120 cm Höhe) eingelegt werden sollen.
- DIN-Normen: Es gibt Bestrebungen, Stationen nach der DIN 18040 für barrierefreies Bauen zu gestalten, was zum Beispiel Bodenmarkierungen für Sehbehinderte oder eine spezifische Reichweite der Fächer vorsieht.
Mäßiger-Tipp: Falls du eine bestimmte Station regelmäßig nutzt, schau mal in die App deines Zustellers.Oft versteckt sich dort eine Option wie "Bevorzugte untere Fächer", die das Leben deutlich leichter macht. Was für mich keine Option darstellt, eine Lieferung ist bis zur 100 prozentigen Barrierefreiheit unerlässlich. Denn es bleibt Fakt: Wahre Barrierefreiheit bedeutet, dass man nicht erst eine App konfigurieren muss, um den Dienst nutzen zu können.

Das königliche Wochenstenogramm
Was macht er da nur – die passende Antwort ist zum Greifen nahe. Doch noch lerne und übe ich mich in Kreativität. Zeit für Neues liegt hoffentlich in der Luft. Da muss ja etwas wirklich Überraschendes passiert sein. »Ach du heiliger Bimbam» ist quasi der Platin Standard, wenn man zwischen Belustigung und Fassungslosigkeit schwankt. Das ist ja mal eine Ansage: Doch der Alltag und Leben mit MS (Multiple Sklerose) ist mehr als nur »Ach du heiliger Bimbam». Oftmals lässt einen Menschen gedankenverloren zurück und versinken in Träumereien wie zum Beispiel beim Tanzen – Kopfkino pur.

Impression der Woche
Es findet sozusagen eine gedankliche Mülltrennung in der Wochenendausgabe statt. Das hätte auch anders ausgehen können. Nach über elf Jahren gab unser Vorgängermodell den Geist auf, doch eine schnelle Ersatzlieferung verhinderte Schlimmeres. Gerade als Rollstuhlfahrer wurde uns die Bedeutung eines solchen Sensormülleimers erneut bewusst. Ob uns eine Packstadion in der Nachbarschaft weitergeholfen hätte – dies bleibt alleine durch die Größe mehr als Fraglich.

Das war’s – meine Woche
Nach langer Zeit habe ich mein altes Notizbuch ausgetauscht. Es hat mich treu durch Kommunalpolitik, Termine und Privatleben begleitet und mir stets gute Dienste geleistet. Es gibt immer etwas zu notieren, besonders wenn man zwei Blogs mit Content füllt. Die Aufgaben wurden neu verteilt und ausgerichtet. Die Kommunalpolitik wurde gestrichen und durch etwas Kreatives ersetzt. Dabei habe ich bisher mehr Notizen gemacht als erwartet. Die Aussicht auf neue Aufgaben und Möglichkeiten stärkt meine Zuversicht, eigenständig und kreativ zu handeln. Ein guter Gedanke!

Wie würdest du deine Woche bewerten?
Die Herausforderungen waren wie so oft vielfältiger Natur und sind somit von Gesprächswert. Ein wirklich buntes Potpourri in den vergangenen sieben Tagen. Heute entscheide ich mich bewusst für Ruhe und Gelassenheit, anstatt mich von Chaos und Frustration leiten zu lassen. Ich möchte mich auf den natürlichen Fluss des Lebens einlassen und Frieden finden, anstatt Perfektion anzustreben. Vertrauen soll meine Entscheidungen leiten, anstatt dass Angst mich lähmt. Ich möchte mein Herz öffnen und achtsam sein, anstatt mich von Hetze und Stress treiben zu lassen. Und vor allem möchte ich mit mir selbst im Einklang sein und meine innere Balance weiter aufbauen. Damit ein schönes Wochenende und bedenke: Träume verleihen uns die Kraft, dort weiterzumachen, wo die Hoffnung bereits bröckelt. Deshalb gibt es in dieser Woche das (🗯️) Gedanken-Emoji.
🗯️ 🗯️ 🗯️ 🗯️ 🗯️
Meine innere Balance konnte ich nicht wirklich finden. Mein Projekt zur Verbesserung meines Schlafs ist aktuell gescheitert, wie die fünf Emojis oben zeigen. Insgesamt war meine innere Gelassenheit stärker als der Wunsch nach besserem und ausreichendem Schlaf. Meine Nachtruhe ist wie sie ist – selten gut oder ausreichend. Alle getroffenen Maßnahmen waren zum Teil kostspielig und ergeben bei den Gegebenheiten keinen Sinn. Ich lag mit meiner Einschätzung völlig daneben – der Wunschgedanke war stärker als die Realität. Ich nehme also die Hoffnung, aber auch den Stress, aus dem Thema Gesunder Schlaf heraus.
War noch was?
Noch zwei Tage, dann ist meine Fastenzeit vorbei und ich darf endlich wieder etwas Süßes naschen und sehen, was sich mit meinen beiden Instagram-Accounts getan hat. Die aktuelle Wochenendausgabe ist damit final, und ich möchte mich bei unseren treuen Leserinnen und Lesern bedanken. Unsere gemeinsame Zeitreise endet hier. Mit der Veröffentlichung dieser Episode beginnt am Freitag ein weiteres Zeitfenster von sieben Tagen und ich sammele den neuen Stoff im königlichen Notizbuch. Wer nicht bis kommenden Freitag warten möchte, findet bei »Immer wieder sonntags« eine weitere Gelegenheit, Lesestoff zu konsumieren. In den Kommentaren können sich alle vorher schon mit Anregungen, Emoji-Wünschen, Feedback und Fragen einbringen.
Bis bald!




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