Ich wollte mich gerne an dieser Blogparade beteiligen und meine Gedanken dazu aus meiner Perspektive mit euch teilen. Also seid gespannt, was ich zum Thema "Wann sind Pausen für dich erlaubt?" beizutragen habe.

Neue Blogparade auf MSBlogPlus.de
Die liebe Christina Reinisch vom Blog deinkoerper-deinweg.de hat eine Blogparade gestartet, auf die ich durch einen Artikel von Sabine, einer Bloggerin aus dem Bloghexemforum, aufmerksam geworden bin. Liebe Grüße gehen an Sabine und ihren Blog ins Mauseloch.
Wann sind Pausen für dich erlaubt?
Pausen sind besonders in meinem Alter wichtig. Sie dienen der Erholung und dem Krafttanken, unabhängig davon, ob man fleißig war oder nicht. Kleine Ruhepausen im Alltag sind wertvoll und sollte sich jeder gönnen. Doch das Alter ist bei einer Erkrankung wie MS (Multiple Sklerose) nur die zweite Komponente für eine Pause.
Was für eine Frage: "Wann sind Pausen für dich erlaubt?" Wann ist eine Pause für dich angemessen, besonders wenn du schon seit Jahren an MS erkrankt bist? Eine Pause ist immer erlaubt und bei einer jahrelangen Diagnose wie Multiple Sklerose ist sie kein Luxus, sondern überlebensnotwendig im Alltag und Leben mit MS. Wer seit Jahren mit MS lebt, könnte Erholung oft mit Aufgeben oder Schwäche verwechseln. Es entsteht der unwillkürliche Drang, ständig gegen die Symptome anzukämpfen oder den Alltag trotz aller Hürden „normal“ zu meistern, um die Kontrolle nicht zu verlieren. Die Wahrheit ist, dein Körper schuldet niemandem eine Dauerleistung, im Gegenteil.
Hier sind ein paar Gedanken dazu, wann und warum Pausen absolut legitim sein können. Bevor der Akku leer ist, sollte man bereits achtsam sein. Pausen sind dann am wirkungsvollsten, wenn du sie nimmst, bevor Fatigue oder neurologische Ausfälle dich dazu zwingen. Vorausschauendes Energiemanagement (Pacing) ist kein Faulenzen, sondern kluge Selbstfürsorge.
Wenn der mentale Druck zu groß wird, gilt es, die Vernunft zu aktivieren. Eine Pause bedeutet nicht nur, den Körper zu schonen, sondern sich auch mental von der Last zu erholen, immer stark sein zu müssen. Es ist vollkommen verständlich, von dem ständigen »Krankheitsmanagement« erschöpft zu sein. Einfach nur, weil dir danach ist. Du musst dir eine Pause nicht erst durch geleistete Arbeit „verdienen“. Das Leben mit einer chronischen Erkrankung verbraucht im Hintergrund kontinuierlich Energie – selbst an Tagen, an denen du scheinbar nichts tust.

Sich eine Auszeit zu nehmen, bedeutet nicht, dass die MS gewinnt. Es ist das Gegenteil: Es ist eine aktive Entscheidung für deine Gesundheit, um deine Reserven zu schützen und langfristig deine Lebensqualität zu erhalten. Fällt es dir im Alltag schwer, dir selbst diese Erlaubnis ohne schlechtes Gewissen zu geben, oder übt dein Umfeld unbewusst Druck auf dich aus?In meinem Umfeld ist dies zum Glück nicht so – im Gegenteil!

Bis bald!





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