Der Wochenrückblick ist als feste Institution längst etabliert und ein liebgewonnenes Ritual zum antizyklischen Rückblick am Donnerstagnachmittag und gleichzeitigem Wochenstart freitags. Die Höhepunkte der vergangenen sieben Tage, gespickt mit den wichtigsten Ereignissen und spannenden Entwicklungen, die für Gesprächsstoff sorgten. Perfekt für deinen Wochenausklang. Jede einzelne Episode der Wochenendausgabe liefert dir einen tiefen Einblick und lässt die Woche von Freitag bis Donnerstag Revue passieren. Garantiert nicht fehlerfrei, aber mit einer großen Portion Humor. Und das liegt an der MS des Schreibers. Mit einem Lächeln wird es zwar nicht wirklich besser, aber erträglicher für alle anderen. Also, los geht’s! Ohne weitere Ankündigungen und Umschweife: Bist du bereit?
Wochenendausgabe 553
Das Puzzle einer Woche – passt am Ende alles zusammen? Kennt ihr diese Tage, die sich einfach nicht ins Gesamtbild fügen wollen? Frank nimmt uns mit auf seine ganz persönliche Schau durch seine Woche. Zwischen Geduldsprobe, Entspannung und der Frage, ob es wieder ein „Krisenmeeting um den eigenen Körper“ gab, setzt sich Teil für Teil ein großes Ganzes zusammen. Nur ein kleiner, fieser Gedanke bleibt übrig. Neugierig? Den kompletten Blick gibt es jetzt in der aktuellen Wochenendausgabe, mehr geht nicht.
Gut, das Einfache zuerst!
Mitte Juli und der Sommer zieht seine Runden – auch in Limburg. Die sommerlichen Temperaturen, freitags, samstags und sonntags waren schon belastend für Menschen mit MS (Multiple Sklerose). Spürbar sind die Sommerferien, also dort, wo die Menschen bereits ihren Urlaub genießen können – in der Limburger City sowie den sonst üblichen Online-Angeboten tut sich bereits das bekannte Sommerloch auf. Was sich in jedem Jahr bei der gewählten Randthemen zeigt.
Plaudern zum Wochenausklang
Ein entspannter Wochenausklang ist perfekt, um den Kopf freizubekommen und Energie zu tanken – so geht es mir jede Woche. Das Schreiben lenkt mich wirklich ab, obwohl ich längst nicht alle Projekte und Vorhaben abgeschlossen habe, die ich mir ursprünglich vorgenommen hatte. Manchmal schweben mir Ideen vor, aber es fehlt mir nicht nur an Energie, sondern auch an Inspiration zur finalen Umsetzung. Die Gedanken nach Erholung, Freizeit und Urlaub kommen dann doch wieder in mir auf. Nötig hätten wir dies alles – doch es soll nicht sein, leider.
Das königliche Wochenstenogramm
Die Woche fand seinen Anfang freitags – ein gutes Gefühl. Mein Wochenstart am Freitag, gibt es hier frisch auf den Tisch. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich denke: „Heute hast du nichts geschafft. Keine produktiven Aufgaben erledigt.“ Dann erinnere ich mich daran, dass es an manchen Tagen schon genug ist, einfach nur zu überleben. Ja, mit MS (Multiple Sklerose) zu leben, ist schon eine große Herausforderung. Die restliche Woche war arbeitsintensiv und abwechslungsreich, aber glücklicherweise hatte ich weniger Termine im Kalender, was mir half, meine Energie zu sparen. Was sich beim "Emoji-Index" positiv bemerkbar machen sollte.
Jeder einzelne Tag hat seinen Preis!
Chronisch kranke Menschen erleben es immer wieder: Jeder einzelne Tag hat seinen Preis. Menschen mit MS erleben und denken oft noch Folgendes: Ohne gezielte Planung, rechtzeitige Pausen und Erholung schaffe ich es nicht. Andere sehen meist nur den schönen Moment und nehmen den Tag anders wahr. Gute Tage sind wunderbar, aber sie können oft mehr Energie kosten, als man denkt, sowohl vorher als auch danach. Denn nach dem eigentlichen Tag folgt der nächste, an dem uns die Kraft vielleicht fehlt. Eine Woche hat sieben Tage, ein Monat hat im Allgemeinen 30 Tage und ein Kalenderjahr hat unglaubliche 365 Tage. Stell dir nun vor, wie sich 36 Jahre mit Multipler Sklerose (MS) anfühlen müssen. All dies ohne Freizeit, Wochenenden oder Urlaub. Kurz gesagt: Es sind 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, schmerzhafte Momente und verschiedene MS-Symptome.
Das war’s – meine Woche
Egal wo du bist, ob du gehst, fährst oder stehst, zu einem anderen Zeitpunkt kommt der Moment, in dem du dich wie jeder andere Mensch entleeren musst. Die einzige Frage ist, wo und wie. Verstehst du den tieferen Sinn dahinter? Es ist anstrengend, ständig das Andere zu sein. Und dann kommen wir mit unseren Bedürfnissen daher, wir wollen einfach nur wie du ohne Vorurteile am Leben teilhaben. Was wir nicht wollen, ist, als Kostenfaktor abgestempelt zu werden. Der Wert eines Menschen ist unbestreitbar, und es ist nicht der richtige Zeitpunkt, über ihn zu sprechen, ohne Empathie für sein Leben zu zeigen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass du mit den verschiedenen Symptomen von MS nicht vertraut zu sein scheinst, aber dennoch über diese Menschen urteilst und dein Unverständnis ohne Empathie offen zur Schau stellst, indem du einfach Fragen stellen würdest.
Erkenntnis der Woche!
Du veränderst dich! Ein Rollstuhl kann noch so perfekt angepasst sein, inklusive eines angepassten Rückenteils. Dennoch verändert sich jeder Mensch täglich: Muskeltonus, Spastik, Fatigue, Schmerzen, Medikamente oder die Tagesform beeinflussen unmittelbar die Sitzposition und damit die gesamte Haltung im Rollstuhl. Daher ist eine einmalige Anpassung nicht ausreichend. Rollstuhlfahrende wie ich haben dazu in mehr als drei Jahrzehnten eine Menge erfahren. Zeit, sich diesem widrigen Thema einmal näher zu widmen.

Mein Blick auf Social Media!
Sieben Tage im Vollrausch nein, das könnte ich nicht behaupten – zumal ich das überhaupt nicht mehr schaffen würde. Meine Social-Media-Aktivität war diese Woche bereits hoch, aber ich frage mich, wie es mit älteren MS-Patienten aussieht. Vorlegendes war dabei auffällig: Über MS bei jungen Menschen wird viel gesprochen, gerade auf Social Media. MS im Alter scheint jedoch außen vor. MS verschwindet jedoch nicht mit dem 60., 70. oder gar 80. Lebensjahr. Vielmehr altert die Krankheit mit den Erkrankten und bringt neue Herausforderungen mit sich, über die kaum gesprochen wird. In Deutschland sind etwa rund 40 Prozent aller MS-Patienten über 50 Jahre alt. Das sind Zehntausende Menschen, für die der Großteil der Forschung, der Foren und der Inhalte schlichtweg nicht konzipiert ist. Denke daran: Du bist nicht für die Gefühle anderer verantwortlich, sondern für deine eigenen Grenzen, gerade wenn man älter wird oder ist. Es wird noch bunter! Es ist schon seltsam: Erst kämpft man darum, wieder mehr leben zu können, und danach muss man beweisen, dass man trotzdem immer noch krank ist. Gefühle vom MS-Patienten. Mit dem Abspann des Films endet der heutige Tag. Mit zunehmendem Alter gewinnt man ein tieferes Verständnis für die folgenden Wahrheiten: Innere Ruhe ist ein Luxus, den sich nicht jeder leisten kann. Gesundheit ist der wahre Reichtum, der unser Leben bereichert. Zeit ist ein unbezahlbares Gut, das wir mit Bedacht nutzen sollten. Echte Menschen sind eine Seltenheit in einer Welt voller Fassaden. Und die schönsten Momente sind flüchtig und können nicht festgehalten werden.
Der Emoji-Index der Woche
Vorfreude pur, der Emoji-Index spielt auch in dieser Woche seine Rolle. Wie erwähnt mit weniger außerhaus Terminen wirkte sich dies positiv auf den Emoji-Index aus. Denn die sommerlichen Temperaturen forderten bereits genug. Sonne gab es ausreichend, da lag es nah, die Sonne ☀️als Emoji zu verwenden. So kamen am Donnerstagnachmittag sieben Sonnen-Emojis zusammen – dies kann sich durchaus sehen lassen.
☀️☀️ ☀️☀️ ☀️☀️ ☀️
War noch was?
Was für eine Frage, natürlich! Meine Arbeit zum »Erfahrungsbericht: Freewheel-Rollstuhl-Vorsatzrad« schritt weiter voran, und am 20. Juli sollte sich die Mühe auszahlen, denn dann wird der Erfahrungsbericht online veröffentlicht. Um den Auftakt zu realisieren, waren Bilder, kleine Touren und Versuche erforderlich. All diese Ziele konnten wir erfolgreich erreichen. Das Bild-im-Bild-Video bietet eine völlig neue Perspektive für dieses Hilfsmittel.

Impressionen der Woche
In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Ihnen gerne eine Fülle von Bildern und Eindrücken, um jeden Leserinnen und Leser zu überraschen. Es ist ein Vergnügen, das ein oder andere Bild festzuhalten und in der Wochenendausgabe zu präsentieren. So rundet man die Woche ab und zeigt, wie aktiv man gewesen ist oder sein konnte.





Möge die Erholung mit dir sein!
Erholung, klingelt da was? Im Normalfall schreibe ich jede Woche sechs Blogartikel unterschiedlicher Länge und Themenfelder. Zu den einzelnen Social-Media-Posts summiert sich dies zu einer Menge Arbeit. Außer zu den Wochenenden, da schreibe ich eher selten. Die unterschiedlichen Bilder, Grafiken sowie Videos sind kreativ aus meiner Feder – KI Bilder gab es zu 99 Prozent nicht. Dieser Hinweis ist mir besonders wichtig. Achtsamkeit sollte mehr sein als nur ein Wort oder eine Worthülse. Darauf achte ich aus eigenem Interesse. Ich nutze die verschiedenen Social-Media-Kanäle strategisch und wähle sorgfältig aus, wo und wann ich meinen Content teile. Diese gezielte Ausrichtung kommt nicht nur mir zugute, wie das positive Feedback meiner Leserinnen und Leser zeigt. Die zwei Nischen mit den beiden Blogs bieten mir die nötige Freiheit, mich vom Algorithmus der sozialen Medien zu lösen. Die Leserschaft wächst stetig, wobei saisonale Schwankungen zwar bekannt sind, aber kaum signifikanten Einfluss haben. Somit Hände hoch – sprich Wochenende. Gegen Ende der heutigen Wochenendausgabe unterstreiche ich das Wort "ERHOLUNG" nochmals deutlich und freue mich auf eine neue Runde in der kommenden Woche.
Es ist dann doch etwas länger geworden als im Vorfeld angenommen, dafür sage ich das einfach und wichtige Wort: Sorry. Jede einzelne Leserin und jeder Leser stimmt mir zuversichtlich und entlockt mir ein breites Lächeln. Danke für dein Interesse sowie Zeit und eventuell bis kommende Woche. Ein herrlicher Fleck Erde – Limburg an der Lahn mit seinem bunten Dom, der historischen Altstadt und dem entspannten Flusslauf bietet die perfekte Kulisse für eine persönliche Abrundung meiner Blogbeiträge.
Ein herzliches ‚Gude‘ und tschüss aus Limburg!
Bis bald!




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