Im heutigen »Kapitel – wegen MS« widme ich mich einer ungewöhnlichen Perspektive: »Unser Gegenüber erlebt MS nicht so wie wir!« denn sie hat keine MS wie wir.

Kapitel – wegen MS
Obwohl es selten vorkommt, dass unsere Angehörigen, Bekannten, Familie, Freunde oder Partner an Multipler Sklerose (MS) leiden, ist es heute das Thema unseres Blogs. Teile gerne deine Erfahrungen, Gedanken und Meinungen dazu in den Kommentaren.
Unser Gegenüber hat keine MS wie wir!
Kürzlich bin ich auf einen Beitrag gestoßen, der sich mit dem Verhalten von Menschen mit und ohne Multiple Sklerose (MS) auseinandersetzte. Der Beitrag beleuchtete die unterschiedlichen Perspektiven und Emotionen, die diese Gruppen erleben, von Gefühlen der Hilflosigkeit bis hin zur Verletzlichkeit.

Freudig und aufgeregt fragte ich mich, wie du selbst mit anderen Menschen umgehst, besonders mit denen, die keine MS wie ich oder viele andere haben. Woher sollen sie wissen, wie wir uns fühlen, wann wir Schmerzen haben oder uns schlecht fühlen, weil es uns gerade alles zu viel geworden ist? Glücklicherweise kennen und fühlen sie es nicht, denn sie haben doch keine MS.
Ein Thema, das spannungsgeladen scheint?
Gerne nutze ich die eigene Perspektive und bin dank meiner Erfahrungen anderen Menschen gegenüber offen, mutig und freundlich, wie meine Frau dies gerne äußert. Ich höre den Menschen zu und habe kein Problem, offen im Gespräch zu sein. Im Gegenteil, man spürt, wenn jemand hilflos ist und mit den bekannten Durchhalteparolen ums Eck kommt.
Der Frank und sein Humor!
Der Frank hat einen ausgeprägten schwarzen Humor, der es mir manchmal schwer macht, ihn mit anderen zu teilen. Oftmals wird dieser Humor bis zum Sarkasmus gerade so verstanden oder geteilt. Dies ist kein Vorwurf, im Gegenteil, so lernen alle Beteiligten davon – gerade ich, wenn ich als Rollstuhlfahrender ein Stück zu weit gefahren bin.
Die MS-Perspektive!
Ich glaube, wir alle kennen das Gefühl, schnell missverstanden zu werden, und haben es wahrscheinlich schon einmal erlebt. Die Kommunikation ist das einzig Wahre. Wer fragt, bekommt eine Antwort. Am besten ist es für beide Seiten, wenn sich die Frage im Laufe des Gesprächs ergibt und beide daran interessiert sind. Wenn die ersten Wiederholungen beginnen, ist die MS-Perspektive manchmal unverständlich bis zum Rückzug. Erlebt habe ich dies bei anderen und mir selbst. Ruhe und Zeit sind sehr hilfreich für solche Prozesse. Jede Schmollecke löst sich später auf, und im Idealfall reflektiert man selbst und versteht, dass man so ziemlich alleine bleiben würde.
Bis bald!






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