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Zwei Rollstühle ein Mindset

Zwei Rollstühle ein Mindset

Zwei Rollstühle ein Mindset

von Frank von MSBlogPlus.de | 10. Juni 2026 | Gesundheit | 0 Kommentare

Hallo und herzlich willkommen zu meinem Artikel: «Zwei Rollstühle ein Mindset«. Ein starkes Mindset im Rollstuhl, auch bekannt als „barrierefrei im Kopf“, wandelt Einschränkungen in Möglichkeiten um, soweit die Theorie. 

Zwei Rollstühle ein Mindset

Bevor ich zum Hauptteil komme, möchte ich meine persönliche Abneigung gegen den Begriff “barrierefrei im Kopf" äußern. Ich möchte auf ein alltägliches Problem aufmerksam machen, das mir begegnet. Ein Rucksack am Rollstuhl kann im Aufzug Platzprobleme verursachen.

Aufzüge, Rollstühle und der Alltag

Ja, ein Rucksack am Rollstuhl kann in Aufzügen hinderlich sein, da er die Gesamtlänge des Rollstuhls vergrößert und den benötigten Platzbedarf erhöht. Da hast du absolut recht – was draußen praktisch ist, wird im Aufzug schnell zur Millimeterarbeit. Ein Rucksack macht den Rollstuhl nicht nur länger, sondern verändert auch den Schwenkradius massiv.

Hier sind ein paar Punkte, warum das im Alltag oft nervig wird und wie man damit umgehen kann: Das Problem mit der "Verlängerung".

  • Der tote Winkel: Man vergisst leicht, dass man nach hinten 15–20 cm mehr Platz braucht. Beim Rückwärtsfahren aus dem Aufzug stößt man dann schnell gegen die Hinterwand oder andere Fahrgäste.
  • Sensor-Ärger: Viele moderne Aufzüge haben Lichtschranken. Wenn der Rucksack zu weit übersteht, denkt der Aufzug, die Tür sei blockiert, und fährt gar nicht erst los.
  • Gewichtsverlagerung: Ein schwerer Rucksack an den Schiebegriffen kann den Schwerpunkt so weit nach hinten schieben, dass der Rollstuhl beim Anfahren oder an kleinen Schwellen im Aufzug instabil wird.

Strategien für engere Kabinen

Seitentaschen statt Rückentasche: Wenn möglich, Taschen nutzen, die an der Innenseite oder Außenseite des Seitenteils hängen. Das hält den Rollstuhl "kurz". Was mir nicht wirklich gefällt, und dies aus unterschiedlichen Gründen.

  • Unter der Sitzfläche: Es gibt spezielle Netze oder Taschen, die unter der Sitzfläche montiert werden. Das ist der ungenutzte Platz, der die Maße des Rollstuhls überhaupt nicht verändert.
  • Der "Schoß-Check": In besonders engen oder vollen Aufzügen ist es oft sicherer, den Rucksack kurzzeitig auf den Schoß zu nehmen. So behältst du die volle Kontrolle über deine Länge.
  • Spiegel nutzen: Die meisten Aufzüge haben Spiegel an der Rückwand – nicht für die Frisur, sondern damit du siehst, wie viel Platz zwischen Rucksack und Wand noch bleibt.

Ein kleiner Tipp am Rande: Falls du einen Rucksack mit langen Schlaufen nutzt, achte darauf, dass diese nicht in die Speichen geraten können, wenn du im Aufzug rangierst. Das ist ein Klassiker, der den Tag schnell ruinieren kann. Hast du dieses Problem eher in deinem privaten Umfeld oder sind es meistens die öffentlichen, oft zu kleinen Aufzüge? Bei mir sowohl als auch!

Blicken wir zu Beginn etwas tiefer auf auf die Bedeutung von Mindset. Es setzt auf Resilienz, Zielsetzung und Selbstverantwortung statt auf Opferhaltung. Trotz körperlicher Herausforderungen wird Eigenständigkeit gefördert, neue Ziele (wie Sport oder Beruf) gesetzt und Barrieren kreativ überwunden oder angegangen. 

Mindset, auf Deutsch Denkweise, Einstellung oder auch innere Haltung, beschreibt die Gesamtheit der Überzeugungen, Glaubenssätze und Denkmuster einer Person. Diese prägen maßgeblich ihr Verhalten, ihre Entscheidungen und ihre Wahrnehmung der Welt. Es ist ein erlerntes und veränderbares Zusammenspiel aus Erfahrungen und Umwelteinflüssen.

  • Veränderung der Perspektive: Der Fokus liegt auf dem, was trotz der Behinderung möglich ist (Potenzial), anstatt auf den verlorenen Fähigkeiten. 
  • Barrierefrei im Kopf: Innere Barrieren (Angst, Resignation) werden abgebaut, um äußere Barrieren (Infrastruktur, Vorurteile) besser bewältigen zu können.
  • Selbstbestimmung und Verantwortung: Das Leben aktiv gestalten, sich Ziele stecken und Verantwortung übernehmen, wie z.B. vom Pflegefall zum eigenständigen Leben mit Assistenz.
  • Resilienz und Akzeptanz: Die Situation annehmen, aber nicht aufgeben. Rückschläge gehören dazu, aber das Ziel bleibt im Blick.

Zum Abschluss von „Zwei Rollstühle, ein Mindset“ möchte ich noch etwas Wichtiges äußern: Rollstuhlfahrer sind Menschen, genau wie jeder andere auch. Manchmal geht das im Alltag und Leben von Menschen im Rollstuhl leider unter. Meiner Erfahrung nach kann ein positives Mindset dabei wirklich helfen. Und ich kann euch sagen, ich habe schon einiges erlebt und erfahren!

Bis bald!

Frank, alias MS.Powerman

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